Berufsbildung in China
Ein Duales System, mit einer intensiven Verzahnung von Wissen und dessen Anwendung, wie es in Deutschland praktiziert wird, gibt es in China nicht.
Als Folge fehlt ein solider Mittelbau an gut ausgebildeten Fachkräften, der eine Brücke zwischen den Billigarbeitern und den Akademikern schlägt.
Chinas Bildungssystem orientiert sich gegenwärtig stark an amerikanischen und traditionellen Einflüssen. Während die Universitätsausbildung mit großem Eifer umgestaltet und angepasst wird, bleiben Mängel in der praktischen und fachbezogenen Berufsausbildung bestehen.
Um diesen Zustand zu verändern und die Ausbildung attraktiver zu machen, beobachten chinesische Bildungsexperten weltweit, wie Facharbeiter besser auf berufliche Herausforderungen vorbereitet werden können und haben die Vorteile des deutschen Systems entdeckt. Neben der direkten Ausbildung sind Methodentransfer und Lehrerfortbildung wichtige Ziele in der sich entwickelnden Zusammenarbeit mit Deutschland.
Das duale Berufsbildungssystem war und ist der Kern des deutschen Wirtschaftserfolgs und ein internationales Alleinstellungsmerkmal. Ist es auch eine Option für China die Lücke bei mittleren Fach- und Führungskräften zu schließen und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern?
Berufsausbildung in China – Interview mit Dr. Rainer Gerke
Der Druck des globalen Wettbewerbs zwingt auch chinesische Unternehmen dazu, sich dem technischen und wirtschaftlichen Fortschritt anzupassen — ein Gespräch mit Dr. Rainer Gerke über die deutsche Berufsausbildung als Vorbild.
Workshop zur Handlungsorientierten Unterrichtsgestaltung in China
Aufgabenstellung, Ablauf und Ergebnisse der Expertenentsendung an das Liaoning Provincial College in Shenyang.
Expertengruppe Berufsbildung in Hangzhou, China, 2011
Ein Bericht zum Schul- und Fachleiter-Workshop der GIZ-Expertengruppe „Berufsbildung“ in Hangzhou, China, im Juni 2011.